Kategorien
Globetrotting Reisen Travel

thailand

Es hat eine Weile gedauert, bis ich mich zu diesem Blogartikel durchringen konnte. Nicht weil ich über Thailand nichts Gutes zu berichten habe, sondern weil mir zu Thailand so viele Gedanken und Erinnerungen im Kopf herumschwirren und ich gar nicht wusste, wo ich anfangen sollte. Zum ersten Mal war ich 2016 in Thailand, im Rahmen der klassischen After-Abi-Rundreise, versteht sich. Nachdem ich mit einer Freundin mit Backpack und einer großen Portion Abenteuerlust schon durch Australien, Indonesien Singapur und Malaysia gereist bin, endete unser Trip im wunderschönen Thailand. Dreieinhalb Jahre später tätigte ich meinen zweiten Besuch und war nach wie vor begeistert, auch wenn sich das Land sichtlich verändert hat.

Thailand ist das klassische Ziel für eine erste Asienreise. Wer eine andere Kultur kennenlernen möchte aber sich auch nicht zu weit aus seiner Komfortzone lehnen will, fliegt nach Thailand. Dafür gibt es einen guten Grund: Thailand ist einfach zu bereisen, es ist soweit ganz sicher, wenn man alleine unterwegs ist, findet man schnell Anschluss (die Hostels sind voll von europäischen Backpackern) und mit Englisch kommt man meistens ganz gut zurecht. Zudem hat Thailand alles, was man sich wünschen kann: kleine Inseln, traumhafte Strände, schillernd bunte Korallenriffe, eine atemberaubende Natur, freundliche Menschen und geniales Essen.

Jedoch fand ich mich dieses Jahr im Zwiespalt zwischen Staunen, wie viel sich seit dem letzten Mal verändert hat und Bedenken, wo diese Veränderung hinführen soll. Thailand ist schon seit den 90er Jahren ein beliebtes Urlaubsziel und entwickelt sich von einem Schwellenland zu einem absoluten Touri-Hotspot. Was auf der einen Seite Arbeitsplätze und Wohlstand mit sich bringt, führt auf der anderen Seite zu einem enormen Umweltproblem. Korallenriffe sterben nach und nach ab, exotische Inseln sind komplett überlaufen, Elefanten müssen für Touristenbespaßung herhalten und an den unendlich langen Stränden findet man mehr Plastikmüll als Muscheln.

Auch für abenteuerlustige Backpacker ist Thailand sehr berechenbar geworden. Will man von einem Ort zum anderen reisen, muss man sich nur bei einer der beiden Reiseunternehmen melden und am nächsten Tag bekommt man einen voll organisierten Transfer via Bus, Speedboat, Van, Fähre und allem was sonst gerade noch zu finden ist. Wie bei Tiertransportern bekommen Reisende bunte Sticker aufgeklebt die anzeigen welches Ziel diese Person hat, damit auch bloß keiner verloren geht. Busbahnhöfe und Häfen, die vor drei Jahren mit viel Glück eine saubere Toilette boten, sind mittlerweile klimatisiert und mit WI-FI und Hotdogständen ausgestattet. Auch am Preis eines Transportes ist nicht mehr viel zu schrauben und eine Rundreise erscheint einem plötzlich gar nicht mehr so günstig. Wo vor drei Jahren noch billige Straßenstände waren, kann man jetzt Iced Coffees schlürfen und Acai Bowls löffeln und einfache Strandhütten wurden durch modernen Hostels ausgetauscht.

Trotz allem ist Thailand immer noch wunderschön und wenn man sich ein bisschen treiben lässt, kann man immer noch versteckte Besonderheiten, die nicht von Touristen überfüllt sind, finden. Auch alle Foodies brauchen sich keine Sorgen machen, trotz vermehrten Burgerläden und europäisch angehauchten Cafés, kann man ein günstiges Pad Thai an jeder Ecke kriegen. Wer das Glück hat in der Nebensaison in Thailand zu sein, bekommt sogar die Chance Sehenswürdigkeiten und Strände in Ruhe zu genießen.

Thailand ist wunderschön und jede Reise wert, wer aber auf der Suche nach einem ungeplanten Abenteuer ist und Ausgaben gering halten möchte, sollte sich eher in den umliegenden Nachbarländern umschauen.

Thailand TipPs

  • Elephant Sanctuaries: Hier muss man sehr vorsichtig sein, auch wenn der Wunsch die süßen Dickhäuter von Nahem zu sehen sehr groß ist. Nur weil sich das Ganze „Sanctuary“ nennet, heißt es noch lange nicht, dass die Elefanten dort in Ruhe und Frieden leben. Viele der Tiere werden ausschließlich für Touristenbespaßung gehalten und haben ein straffes Tagesprogramm. Es gibt mit Sicherheit Unterschied zwischen den Einrichtungen aber mir erschienen die Meisten sehr Undurchsichtig. Da wir auf gar keinen Fall Tierquälerei unterstützen wollten, besuchten wir ein Elephant Hospital. Hier werden kranke und verletzte Elefanten behandelt und als Besucher kann man die Tiere einfach nur beobachten und ein bisschen etwas über ihre Geschichten lernen. http://www.friendsoftheasianelephant.org/en/
  • Schnorcheltrips: Bevor man einen organisierten Schnorchelausflug bucht, ist es sinnvoll sich über die Ziele und Schnorchelspots zu informieren. Da diese Trips meistens die gleichen Riffe anfahren, sind viele der Korallen schon abgestorben. Um sich eine Enttäuschung zu ersparen und tatsächlich noch schöne bunte Korallenriffe zu entdecken, kann man vorher auch einfach mal bei Tauchschulen nachfragen, wo die besten Schnorchelspots sind. Oftmals kann man dann auch alleine zu diesen Spots kommen oder sich einfach von einem Longtailboat fahren lassen.
  • Immer mindestens 30 Minuten vor dem Baden oder Schnorcheln eincremen, die Chemikalien in unserer Sonnencreme sind ein Grund warum Korallen absterben.
  • Einen Roller mieten und so viel wie möglich selbst erkunden. In Thailand kann man so ziemlich für jedes Ausflugsziel eine Tour buchen. Meistens ist es aber um einiges günstiger und spaßiger Sehenswürdigkeiten auf eigene Faust zu finden und zu besichtigen.
  • Don’t judge a book by its cover! Das Aussehen eines Restaurants hat absolut nichts über die Qualität des Essens zu sagen. Die besten Pad Thais habe ich an einfachen Straßenständen gegessen.
  • Ganz viel Khao Soi und Papaya Salat in Chiang Mai essen, nirgends sonst schmeckt es so gut wie dort.
  • Hostel Tipp: Stay Thapae in Chiang Mai

Chiang Mai

Sights:

  • Old town
  • Sticky Waterfalls Bua Tong
  • Warorot Market
  • Night Bazar
  • Chang Moi Kao Road
  • Doi Pui (bis zu Spitze fahren)
  • Doi Suthep-Pui National Park
  • Suan Song Saen Hmong Village
  • Doi Khan Tan National Park
  • Wat Phrathat Doi Suthep
  • Wat Chiang Man
  • Smile Organic Farm Cooking School

Cafés & Restaurants

  • Daifa
  • Dawwin Hometel & Coffee
  • Romano Cafe
  • The Localist Store
  • Graph Cafe
  • Greenies & Co Original
  • Coffee Telling
  • 100 Khao Soi
  • Ploen Ruedee Night Market
  • Sunday Night Market
  • Hot Muong
  • The River market

Phuket

  • Big Buddha
  • Nui Beach
  • Bangla Road
  • Old Town
  • Promthep Cape für Sonnenuntergänge
  • Surfspots: Kata, Surin, Kalim, Nai, Harn, Nai Yang
  • Banana Beach
  • Laem Ka Beach
  • Ao Sane Beach
  • Freedom Beach
  • Sai Khaew Beach
  • Karon View Point
  • Thai Thai Food (Restaurant in der Nähe vom Karon View Point mit sehr schöner Aussicht)
  • Nai Harn beach
  • Windmill View Point
  • Ya Nui Beach

Koh Lanta

  • Pinto Restaurant (beste Curries)
  • Fresh Restaurant
  • 5 Island Tour
  • Ko Ngai
  • Khlong Nin Beach
  • Klong Khong Beach
  • Ao Kantiang
  • Nui Bay Beach
  • Sabai Day House (schönste Unterkunft mit den liebsten Hosts)

Koh Tao

  • Tauchen be Rainbow Fish Divers
  • The Factory
  • The Godfather Pizza
  • May and Co. Natural Crafts
  • Blue Water
  • Cafe Culture
  • Thai Restaurant gegenüber vom 7-Eleven (Main Road)
  • Coffee House
  • Sairee Beach
  • Koh Nang Yuan
  • Nang Yuan Terrace
  • Mango Bay
  • Laem Thai
  • Tanote Bay
  • Freedom Beach
  • Mango Viewpoint

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.